FREUNDE DES LIEBHABERTHEATERS SCHLOSS KOCHBERG E.V.

 

Liebhabertheater

Kleine Geschichte des Theaters

Das klassizistische Theater am Eingang zum Schlosspark wurde um 1800 eingeweiht. Charlotte von Steins ältester Sohn Carl ließ dafür das ursprünglich am Eingang zum Park stehende zweigeschossige barocke Gartenhaus umbauen, erweitern und durch einen Säulenportikus sowie einen großen hellen Bühnenraum ergänzen.
Wie das Schloss wurde auch das Theater in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts aufwendig restauriert.
Zuschauer- und Bühnenraum sind mit Säulen und verschiedenen von Hand marmorierten Papiertapeten festlich gestaltet. In dem hellen hohen Bühnenraum dominiert lichtes Blau, im Zuschauerraum herrschen warme Gelbtöne und Grau vor. Friese, Bordüren und Blumengirlanden setzen Akzente und betonen die architektonischen Formen.
Seine erste Blütezeit erlebte das kleine Haus nach 1800, als Carl von Stein hier das „Liebhabertheater" pflegte und mit seinen Kindern, der Dienerschaft und Freunden zum Vergnügen der Gesellschaft auf dem Landgut oft selbst geschriebene Stücke aufführte, die er auch eigens inszenierte. Ergänzt wurde das Bühnengeschehen durch die damals üblichen „lebenden Bilder", Festgedichte, Konzerte und Tänze.

Theaterbetrieb

Seit der Wiedereröffnung nach umfangreicher Restaurierung 1975 findet hier wieder ein reges Theaterleben statt. Das Theater verfügt über 75 Sitzplätze und bietet damit eine ganz eigene, intime Atmosphäre für Theater- und Opernaufführungen, kammermusikalische Ereignisse und Lesungen.

Auf der einst von Amateuren eingeweihten Bühne des „Liebhabertheaters" stehen heute renommierte Künstler aus dem In- und Ausland. 2005 hat ein Freundeskreis der Klassik Stiftung Weimar den Betrieb des reizvollen historischen Theaters übernommen. Von Ostern bis Silvester veranstalten die Freunde des Liebhabertheaters Schloss Kochberg e. V. an den Wochenenden pro Jahr ca. 35-40 hochkarätige Theater- und Musiktheateraufführungen, Konzerte und Lesungen. Vorwiegend Werke der Klassik bis Romantik, aber auch des Barock und der Renaissance können hier am authentischen Ort aus der Goethezeit erlebt werden. Besonderes Augenmerk wird auf die historische Aufführungspraxis gelegt. Das Theater gehört zur Europastraße Historische Theater.